
Als "Bayerns schönste Geotope" werden Objekte wegen ihrer Schönheit, Seltenheit oder ihrem hohen wissenschaftlichen Wert bezeichnet. Sie sollen, wie durch ein Fenster, einen Blick weit zurück in die Erdgeschichte Bayerns. ermöglichen. 100 dieser ganz besonderen Geotope zeichnet das Ministerim für Umweltfragen mit einem Gütesiegel aus und stellt dort eine Informationstafel auf. Wir freuen uns sehr, dass sich in Halblech eines dieser seltenen Geotope, der "Flysch am Röthenbach", befindet und das Gütesiegel "Schönste Geotope Bayerns" erhält.
Als Flysch bezeichnet man Gesteinsschichten am Nordrand der Alpen. Ihre schiefrigtonigen Gesteine neigen zum „Fließen“, daher hat man sie mit dem Schweizer Lokalausdruck „Flysch“ belegt. Der Flysch entstand von 130 bis 65 Millionen Jahren in einem 1000m tiefen Meeresbecken aus einem Gemisch von Wasser und Schlamm (Trübeströme genannt). Aus unzähligen dieser untermeerischen Trübeströme entstanden die rhythmisch geschichteten Abfolgen des Flysch. Das Meeresbecken verschwand, als sich das Alpengebirge zu entwickeln begann. Die Schichtfolgen des Flysch wurden von ihrem Untergrund gelöst, steil aufgestellt und gefaltet. Sie zeugen bis heute von der Entstehung der Alpen. Der Flysch in Halblech wird als der schönste Vertreter dieser Spezies in Bayern bezeichnet.