Staudamm dringend renovierungsbedürftig
Straße über den Damm

Bildschirmdruck vom Luftbild auf der www.bayernatlas.de

Bildauschnitt:  www.bayernatlas.de

Der Staudamm des Forggensees über den die Kreisstraße OAL 1 von Roßhaupten nach Halblech führt, ist dringend renovierungsbedürftig.
Die Straße über den Staudamm ist deshalb komplett gesperrt.

Radfahrer und Fußgänger können den Staudamm während der gesamten Bauzeit passieren.
Für Fußgänger steht ein Behelfssteg zur Verfügung.
Radler müssen in beiden Fällen in dem Bereich absteigen und das Rad über Stufen hochschieben (Näheres dazu finden Sie unten).

Achtung!!  Aus Sicherheitsgründen ist die Behelfsumleitung ist ab 29.10.2018 bis Frühjahr 2019 komplett geschlossen.
Sie ist ab 12. April 2019 wieder befahrbar.

Beim Schulverkehr wird die Beförderung der Schülerinnen und Schüler sichergestellt.
Sie werden in ihrer Schule und den Schulbussen der Regionalverkehr Allgäu GmbH-RVA informiert.

Die Buslinie 72 von und nach Roßhaupten verkehrt nicht über unsere Gemeinde.
Die Buslinie 73 von der Echelsbacher Brücke nach Füssen ist davon nicht beeinträchtigt und verkehrt wie immer.


Die Anreise nach Halblech ist absolut problemlos über die Bundesstraße B17 möglich.

Die meisten Gäste nutzten bereits in der Vergangenheit diese Straße für die Anreise in unseren Ort.
Sie erreichen uns von Süden kommend über Füssen und Schwangau
oder von Norden kommend über Steingaden.

Übersichtplan der Zufahrt zur Gemeinde Halblech

Weitere Informationen:

Der Eigentümer des Kraftwerkes, die Firma Uniper, informiert über den Zeitplan und die notwendigen Maßnahmen umfassend auf der Internetseite: https://www.uniper.energy/de/dammprojekt-rosshaupten

Wir alle bedauern die entstehenden Einschränkungen sehr. Für die Betreiber des Staudamms hat jedoch verständlicher Weise die Sicherheit oberste Priorität und daher ist die Straßensperrung leider unumgänglich. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis.

Neuester Sachstand:


Pressemitteilung
2. April 2019
Erneuerung der Dichtung am Damm in Roßhaupten
Wichtiges Etappenziel erreicht: Letzte Lamelle erstellt


Heute ist die letzte Lamelle der Erdbetonschlitzwand im Damm bei Roßhaupten aus-gehoben worden. Diese letzte Lamelle bildet zusammen mit den bereits erstellten 76 weiteren Lamellen eine durchgehende Erdbetonschlitzwand über die Länge von ca. 226 Meter und damit über die gesamte Länge des Dammes. Die Schlitzwand ist ab Mitte Oktober mit nur zwei Wochen Weihnachtspause ohne eine Winterunterbrechung in Tag- und Nachtschichten an sieben Tagen in der Woche in einer Bauzeit von nur sechs Monaten fertiggestellt worden. „Angesichts der technischen, geologischen und klimatischen Bedingungen einer Baustelle hier am Fuß der Allgäuer Alpen auf fast 800 Meter Höhe ist das eine sehr gute Zeit und ich freue mich, dass wir ohne nennenswer-ter Verzögerungen oder gar Unfälle bis hier her gekommen sind. Mein Dank und meine Anerkennung gilt allen Beteiligten und ich wünsche uns allen, dass es zügig, unfallfrei und erfolgreich weitergeht“; so Dr. Andreas Bauer, Gesamtprojektleiter der Uniper Kraftwerke.


Zu den besonderen Herausforderungen während der Erstellung gehörte neben den Wetterkapriolen der große Anteil an zu fräsendem Fels, weswegen die Zähne der Fräse teilweise stark beansprucht wurden. Insgesamt wurden über 4.700 Fräszähne aus Widia-Stahl verschlissen. Auch die schmale Dammkrone und die nicht mittig ver-laufende Achse der Erdbetonschlitzwand stellten besondere Anforderungen. So erhielt die Schlitzwandfräse eine eigens konzipierte und von der beauftragten Firma Bauer gebaute Verdreheinrichtung, die das Arbeiten mit dem 42 Tonnen schweren Fräskopf seitlich versetzt zum Fahrgestell ermöglichte. Um während der erwarteten winterlichen Temperaturen weiterarbeiten zu können, wurde zudem die Aufbereitungsanlage der Stützsuspension komplett eingehaust und beheizt. Im Januar stellten auch der starke Schneefall eine weitere Herausforderung dar, weil die Arbeitsbereiche weitgehend schneefrei gehalten werden mussten.


Insgesamt sind knapp 17.000 Kubikmeter Erdbeton für die Schlitzwand verbaut wor-den. Die längsten Lamellen mit bis zu 70,5 Meter befinden sich im rechten Bereich des Damms. Die kürzesten Lamellen sind 20,0 bzw. 25,3 Meter lang und befinden sich an den jeweiligen Seiten des Damms hin zur Uferböschung. Die Erdbetonschlitz-wand steht bis zu 30 Meter im gewachsenen Fels unter dem eigentlichen Dammkör-per und wird die Standsicherheit des Dammes für die nächsten Jahrzehnte gewähr-leisten.
Mit der Fertigstellung dieser Lamellen sind die Arbeiten an der eigentlichen Schlitz-wand abgeschlossen. Ebenfalls im Zuge dieser Arbeiten wurde ein hochmoderndes Kontrollsystem aus Glasfaser eingebracht. Alleine die Erstellung dieser Schlitzwand hat mit über 20 Millionen Euro zu Buche geschlagen.


Weitere Arbeitsschritte notwendig

Bevor der Damm wieder wie gewohnt befahren werden kann, sind allerdings noch
weitere Arbeiten für die Dammdichtung und zur Wiederherstellung der Straße samt
Gehweg notwendig. Durch drei zusätzliche Standrohrmessstellen, die von der Dammkrone
aus eingebracht werden, wird das Glasfaser-Kontrollsystem ergänzt. Dazu sind
drei ca. 50 Meter tiefe Bohrungen durchzuführen. Im Anschluss daran wird die Dammkrone
hergerichtet, wobei u.a. Leerrohre und Kabelzugeschächte eingebaut werden,
und für die Errichtung der Straße vorbereitet.

Bis diese Arbeiten abgeschlossen sind, muss der Damm aus Sicherheitsgründen für den öffentlichen Verkehr gesperrt bleiben.
Die Behelfsumleitung für Fußgänger und Radfahrer wird ab dem 12.4.2019 wieder zur öffentlichen Benutzung freigegeben.

Mit der Fertigstellung und der Wiedereröffnung der Straße über den Damm wird bis Ende Juli gerechnet.
Aufstau unabhängig vom weiteren Verlauf der Baustelle.

Mit dem langsamen Aufstau des Sees wurde nach der winterlichen Abstauphase
schon vor einigen Tagen begonnen. In den nächsten Wochen plant Uniper, vorbehaltlich
der Entscheidung des projektbegleitenden Expertengremiums, das zufließenden
Schneeschmelzwasser möglichst so in den Forggensee einzuspeichern,
dass bis Ende Mai der Vollstau bei 780,50 mNN erreicht ist und damit ist auch die
Schiffbarkeit des Forggensees gegeben ist. Mit Blick auf die aktuell noch mächtige
Schneerücklage im alpinen Einzugsgebiet des oberen Lechs muss dabei aber auch
stets ausreichend Speichervolumen im See zur Verfügung stehen, falls starke Niederschläge
verbunden mit einem Temperaturanstieg diese Schneerücklagen in kürzester
Zeit in den Forggensee spülen. Diese Hochwasserrückhaltung ist eine der
wichtigsten Aufgabe des Forggensees und des Damms in Roßhaupten, die regelmäßig
insbesondere im Frühsommer zum Tragen kommt und schädliche Auswirkungen
eines Hochwassers für die Anlieger am gesamten Lech bis hin zu Donau verhindert.
Wenn es in Sachen Zufluss, Sicherheit, Ökologie und betrieblicher Belange möglich
ist, plant Uniper, den Vollstau des Forggensees im Herbst 2019 ausnahmsweise bis
zum Ende der Herbstferien aufrecht zu erhalten, um damit einen kleinen Beitrag zur
Verlängerung der touristischen Saison in der Region zu leisten.

Bilder von der Baustelle
 

Die Bauarbeiten schreiten zügig voran und liegen im Zeitplan.

Die Firmen arbeiten von Montag bis Samstag Tag und Nacht.


Um Ihnen einen Eindruck von der Situation zu vermitteln haben, wir hier Bilder eingefügt.


Mit zweien der links dargestellten Maschine werden derzeit die Bohrungen und Betoninjektionen am Staudamm vorgenommen.
 

Unten finden Sie eine Bildershow. Immer ein Bild wird Ihnen groß angezeigt.
Die Fotos wechseln automatisch.
Durch das Anklicken der Pfeiltaste oder eines der unten klein angezeigten Fotos
können Sie die Anzeige auch selbst steuern.
 

Sie sehen dort auch den Behelfsweg, der für die Fußgänger gebaut wurde.
Radfahrer bitte absteigen. Die Räder können hier geschoben werden.
Der installierte Steg ist aber nicht breit und daher nicht für Räder mit Anhänger geeignet.

Nutzen Sie Chance die interessanten Landschaftsstrukturen ganz neu zu entdecken.
 

Landschaft in besonderen Formen

Der Forggensee führt derzeit wenig Wasser. Das hat aber nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile.

Derzeit können Sie am Forggensee die Landschaft mit besonderem Reiz kennenlernen.
Wie Sie auf den Fotos unten feststellen werden, ist dies sehr interessant und spannend …
nicht nur für Fotografen. Achten Sie bitte darauf steile Uferteile und den Bereich der vom Lech durchströmt wird nicht zu betreten.

Informationen zu dem Projekt finden Sie auch im unten dargestellten
Artikel in der Allgäuer Zeitung vom 23.03.2018.

Bericht aus der Allgäuer Zeitung zum Stand der Dinge Anfang Mai 2018

Allgäuer Zeitung

Weitere Seen in unserer Gemeinde

Den Forggensee und Illasbergsee kennen viele Besucher. Aber dies sind nicht die einzigen Seen unserer Gemeinde. Dazu gehören auch der Hegratsrieder See, der Bannwaldsee und der Kühmoossee. Auch sie laden zum Baden inmitten herrlicher Landschaft ein.

Derzeit können Sie im Forggensee spazieren gehen. Das ist sehr interessant und spannend. Nutzen Sie die Gelegenheit auf den Spuren der alten Römerstraße "Via Claudia Augusta" unterwegs zu sein.