Mein schönstes Erlebnis

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Mein schönstes Erlebnis:
der Geiselstein – ein Blick in die Vergangenheit

Eintrag von Else Schiller, Oktober 2014

Eines Tages habe ich durch Zufall ein Bild von dem Berg „Geiselstein“ gesehen. Bei dem Foto war der Gipfel vom Ast eines Baumes „eingerahmt“,  der genau die Pyramidenform des Berges hatte.  Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass es das gibt. Kurz entschlossen nahm ich mir vor, das in der Natur anzusehen.

Am nächsten Tag bin ich zum Kenzenparkplatz nach Halblech. Von dort startet einen kleiner Linienbus zur Kenzenhütte. Als ich auf dem Parkplatz kam, war ich erstmal verblüfft, einen halbrunden Pavillion, zwei besondere Bänke (wie Sofas) und ein Kunstwerk vorzufinden. Und was glaubt Ihr war auf der Spitze des Kunstwerks zu sehen? Genau, die Bergsilhouette die mich so fasziniert.

Ich habe später gehört, dass das Kunstwerk das Wahrzeichen der Allgäuer Wandertrilogie ist. Unten ein großer Stein, dann ein blauer Würfel mit Allgäu, ein heller Steinwürfel mit dem Schloss Neuschwanstein und oben ein dunkler Steinwürfel der auf allen vier Seiten den Geiselstein zeigt. Darin ist ein Klangspiel.

Ich erfuhr, dass die Bäume, die auf dem Bild zu sehen waren, am Wankerfleck stehen. Das ist eine Hochweide. Man kann rauf wandern oder mit dem Bus fahren. Ich habe mich entschieden erstmal mit dem kleinen Bus bis zum Wankerfleck zu fahren.

Nach gut 20 Minuten Fahrzeit stieg ich an der Wankerfleckkapelle aus, bin 50 Meter zurückgegangen und links in den Wanderweg eingebogen. Woow, der Blick ist stark. Ich stand auf einer Weide, hatte vor mir das imposante Felsmassiv des Geiselstein und uralte, bemooste Ahornbäume.

Ich setzte mich erst mal auf die Wiese und sog diesen Anblick richtig auf. Das hat bestimmt vor 100 Jahren genau so ausgesehen und vielleicht auch so geklungen. Während ich still in meiner „Geht’s-mir- gut-Oase“ sitze, höre ich das Bimmeln von Kuhglocken, das Zwitschern der Vögel und das Gurgeln des Bachs.

Nach einer halben Stunde Genießen und Entspannen packt mich doch die Neugierde, ob es wirklich einen Ast gibt, der in der Form des Geiselstein gewachsen ist. Ich wurde nicht gleich fündig, aber hurra, ich habe ihn gefunden. Es gibt ihn wirklich den Ast der dem Berg „nachgewachsen“ ist.

Nach diesem tollen Erlebnis bin ich vorbei am tiefgrünen Bockstallsee, in dem sich die Berge spiegeln, über den Lettenfleck zum Buchenberg gewandert. Von der Terrasse der Buchenbergalm hat mir der Blick auf die vielen Seen, das Tal und besonders die startenden Gleitschirmflieger gut gefallen.

So gut, dass ich lange sitzen blieb und statt der geplanten Wanderung ins Tal mit der Sesselbahn runter gefahren bin. Dieser schöne Tag wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.